Details
ISBN/EAN: 978-3-492-24261-5
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
13.01.2020
13.01.2020
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
288 S.
288 S.
Hersteller:
Piper Verlag GmbH
Mark Oliver Stehr
info@piper.de
Georgenstraße 4
DE 80799 München
www.piper.de
Piper Verlag GmbH
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Georgenstraße 4
DE 80799 München
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Keine Angst!
Was wir gegen Depressionen und Ängste tun können. Eine Klinikleiterin erzählt
Beschreibung
Psychische Erkrankungen - eine Expertin klärt auf Als Leiterin der größten psychiatrischen Klinik Berlins hat Iris Hauth täglich mit Menschen zu tun, die in einer psychischen Krise den Mut aufgebracht haben zu sagen: Ich brauche Hilfe. Und diese Hilfe gibt es. Anhand der beiden häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland, der Depression und der Angststörung, gibt dieses Buch gesicherte Informationen über ihre Entstehung, ihren Verlauf und, vor allem, über ihre wirksame Behandlung. Iris Hauth erzählt von ihrem vielschichtigen und bewegenden Alltag. An vielen Beispielen zeigt sie auf, was uns krank macht und wie wir uns vor zu viel Angst und Depression schützen können.
Über Iris Hauth, Oliver Kobold
Dr. med. Iris Hauth war nach dem Studium der Humanmedizin und einer Weiterbildung zur Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie für Psychotherapeutische Medizin von 1989 bis 1994 in der Abteilung für Klinische Psychiatrie an der Universität Bochum tätig. Von 1994 bis 1996 war sie Abteilungsärztin am St. Alexius-Krankenhaus in Neuss, danach zwei Jahre Chefärztin im Landeskrankenhaus Teupitz / Brandenburg. Seit 1998 ist sie Chefärztin und seit 2008 auch Geschäftsführerin der Alexianer St. Joseph-Krankenhaus GmbH in Berlin-Weißensee. Schwerpunkte der klinischen Tätigkeit sind Depressionen, schizophrene Psychosen, postpartale psychische Störungen und innovative Versorgungsformen. Iris Hauth ist seit 2004 Mitglied im Vorstand und in den Jahren 2015 bis 2016 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN).
Leseprobe
Vorwort 'Es ist nicht möglich, etwas von dem klarzumachen, woran man krankt, es hängt aber vor allem damit zusammen, dass rundherum alle Leute keine Ahnung von einer derartigen Krankheit haben', schrieb die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann Mitte der 1960er-Jahre. Für sie war es eine Zeit der Depression und der Angst. Über fünfzig Jahre sind seither vergangen. Fiele Bachmanns Befund heute anders aus? Das ist nicht gesagt. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davon ausgeht, dass schon im Jahr 2030 die Depression unter allen Volkskrankheiten den ersten Rang einnehmen wird, gibt es noch immer eine Scheu, über diese oder andere psychische Erkrankungen zu sprechen. Oft resultiert das Schweigen aus einem Mangel an Wissen. Doch nur ein offener, informierter Umgang mit psychischen Erkrankungen kann die Stigmatisierung Betroffener verhindern, die leider noch viel zu oft an der Tagesordnung ist. Als Leiterin der größten psychiatrischen Klinik in Berlin habe ich täglich mit Menschen zu tun, die in einer psychischen Krise den Mut aufgebracht haben zu sagen: Ich brauche Hilfe. Und diese Hilfe gibt es. Anhand der beiden häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland, der Depression und der Angststörung, möchte ich mit diesem Buch gesicherte Informationen über ihre Entstehung, ihren Verlauf und, vor allem, über ihre wirksame Behandlung geben. Leiten lasse ich mich dabei von den Fragen, die mir Patienten und Angehörige in den dreißig Jahren, in denen ich schon als Psychiaterin tätig bin, immer wieder gestellt haben. Gleichzeitig möchte ich versuchen, einige Einblicke in den Alltag einer psychiatrischen Klinik zu geben. Ein Ort, an den viele Menschen mit Argwohn oder Angst denken. Ihn erzählend ein wenig zugänglicher zu machen - etwa durch die genaue Schilderung des Lebens und der Abläufe auf Station - kann, so meine Hoffnung, vielleicht ein wenig dazu beitragen, Vorurteile zu korrigieren oder sogar ganz aus der Welt zu schaffen. Sodass die Menschen etwas weniger Scheu haben, sich in einer Klinik helfen zu lassen, wenn es ihnen schlechtgeht. Im Gegensatzzu allen anderen medizinischen Disziplinen befindet sich die Psychiatrie stets in engem Austausch mit aktuellen gesellschaftlichen oder politischen Entwicklungen. Als ehemalige Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) konnte ich einige von ihnen im Austausch mit Politikern und Kollegen aus aller Welt diskutieren: Welche Auswirkungen haben die sich rapide verändernden Lebens- und Arbeitsgewohnheiten auf die seelische Gesundheit? Nehmen psychische Störungen in unserer immer unübersichtlicheren Welt zu? Wie lässt sich bei insgesamt steigendem Hilfebedarf weiterhin eine gute Versorgung gewährleisten? Hier warten auf das Fach in den nächsten Jahren spannende Aufgaben und große Herausforderungen. Im Mittelpunkt steht jedoch immer der einzelne Mensch. Sein Leben, seine Geschichte, seine Gesundheit. Es gehört zu den schönsten Momenten unseres Berufs, eine tragfähige Beziehung zum Patienten aufzubauen und einander auf Augenhöhe im Gespräch zu begegnen. Die Patientengeschichten in diesem Buch sollen von solchen immer neu und überraschend verlaufenden Begegnungen erzählen. Körperliche Fitness ist wichtig, die Erhaltung der seelischen Ausgeglichenheit und Gesundheit aber ist es nicht minder. Es gibt Frühwarnsymptome, die auf eine mögliche psychische Störung hindeuten können. Wer weiß, wie er sich vor zu großen Belastungen schützen kann, läuft weniger Gefahr zu erkranken. Mit einigen praktischen Tipps am Ende des Buchs möchte ich jeden Leser dazu ermutigen, etwas für seine psychische Widerstandskraft zu tun und dadurch in einer Balance zu bleiben, die ihn mit Zuversicht und ohne Angst durch den Alltag gehen lässt. Iris Hauth, im Januar 2018 Kapitel 1 Man muss die Menschen lieben, sonst kann man nicht Psychiaterin sein Der Wunsch zu helfen Ich war sechs Jahre alt, als meine Mutt
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Psychische Erkrankungen - eine Expertin klärt auf